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Michael ­Schrodt - freiberuflicher Fotograf und Referent aus dem Münchner Norden. Die Reiselust hat in den letzten Jahren bei mir immer wieder die Oberhand gewonnen. Die erste große Tour mit dem eigenen Auto ging im Jahr 2001 bis ans Nordkap. Im Jahr 2006, nach einem einjährigen Arbeitsaufenthalt in Australien (zu dem ­ich von Hamburg aus per Containerschiff angereist war), fuhr ich mit der Eisenbahn von Hongkong aus kreuz und quer durch China und landete schließlich in der Mongolei.

In der Mongolei erfüllte ich mir einen Kindheitstraum - allein mit zwei Pferden durch offenes weites Land streifen. Mit null Reiterfahrung und einer gehörigen Portion Optimismus mietete ich zwei Pferde und nach kurzer Einweisung ritt ich von ­Moron aus an den ­Hovsgul See nahe der sibirischen Grenze. Viele schöne Begegnungen mit den Einheimischen, unbeschreibliche Gastfreundschaft und Offenheit, haben mich beeindruckt. Nach über zwei Monaten Mongolei, trat ich dann um viele Erfahrungen reicher, die Heimreise nach München an. Die nächste Reise führte mich wieder nach Norwegen.

An einem traumhaften, sonnigen Tag (ich hatte bis dahin Bergen / Norwegen nur im Regen erlebt) kam ich durch Zufall gerade recht zum Tag des offenen Schiffs auf der "­Tallship-Race Week". Beim Bummeln durch die bunte Schiffs Parade im Hafen, fand ich mich dann an Bord eines Deutschen Windjammer wieder - zugegeben die Roald Amundsen hatte ich aufgrund der Reizüberflutung nicht wirklich wahrgenommen - Sie möge mir an der Stelle verzeihen. Dass ich zwei Jahre später, an Bord eben jenes Windjammer von Kiel aus entlang an der Küste Europas bis nach La Palma Santa ­Cruz auf den Kanaren segeln sollte, hätte ich mir nicht träumen lassen.

Während der sieben Wochen an Bord der "Roald", kam die Lust am Segeln wieder hervor. Während meiner Australien Zeit hatte ich Glück und konnte an Bord eines alten Schoners von Sydney nach Hobart segeln. Doch segeln auf einem Windjammer ist eine ganz andere Erfahrung. Mein erster Tag an Bord bestand aus Backschaft (Küchendienst) und dann Reparaturen und Segel anschlagen im vereisten Rigg. Die Faszination, die von solch einem großen und alten Schiff ausgeht, muss man einmal erlebt haben. Mich hat sie sofort in Ihren Bann gezogen. Allein der Geruch von ­Hüsing, Labsal und Meeresluft lassen mein Herz höher schlagen. Wir durchquerten die Biskaya in Rekordzeit, was bei 10 Windstärken auch kein Wunder war. Dreimal dürfen Sie raten, wer dabei wieder Backschaft hatte. Tellerspülen und Gemüse ­schneiden bei diesen Bedingungen sind eine ganz eigene Erfahrung.

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Und so kam es, dass ich nicht lange überlegte - als 2010 mich das Angebot erreichte, im Winter für drei Monate von Papua Neuguinea nach Mikronesien und Palau zu segeln. In Papua Neuguinea angekommen, war erst mal Baustelle. Seewasser drang irgendwie in den Motor ein, dieses Problem sollte uns die gesamten drei Monate beschäftigen. Das ernüchternde auf diesen Inseln war, das Müllproblem entweder angeschwemmt durch den Ozean oder auf die Insel gebracht in Form von Versorgungsgütern. Berührt hat mich, dass mir auf jeder Insel jemand erzählt hat, sein Sohn/Bruder/Onkel sei an einem Kriegsschauplatz und die Rückkehr ist ungewiss.

Das Klima in Mikronesien (heiß, schwülwarm) machte mir sehr zu schaffen und aus einer Laune heraus, warf ich den Kommentar in die Runde: Die nächste Reise geht in die Kälte! Damals schwebte mir eine Hundeschlittentour in Grönland vor. Doch es kommt meistens anders, als man denkt. Über einen Segelfreund wurde ich auf die Bark Europa aufmerksam. Bislang ­der einzige Windjammer, der Törns in die Antarktis anbietet - also "­Shackleton" Feeling pur. Gerade zurückgekommen von dieser Reise, sitze ich daran, ein Buch und einen Vortrag zusammenzustellen. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie meinen Vortrag besuchen würden und ich Ihnen die Schönheit der Antarktis und den subantarktischen Inseln etwas näher bringen könnte.

Herzlichst Ihr

Michael ­Schrodt

Südgeorgien Insel Königspinguine Reise nach Sandwichinseln

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